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Dienstkontinuität für Microsoft Online Services

Welche Redundanz- bzw. Ausfallfunktionalitäten sind Bestandteil von Microsoft Online Services? Werden Daten repliziert und gesichert?
Alle Dienste werden aus zwei Rechenzentren angeboten, zwischen denen eine Replikation stattfindet. Außerdem gibt es in jedem Rechenzentrum mehrfache Kopien der Daten. Bei ernsten Zwischenfällen sichert Microsoft die Dienstkontinuität, indem auf das alternative Rechenzentrum geschaltet wird.


Gibt es bei Microsoft ein formalisiertes Kontinuitätsprogramm?

Microsoft verfügt über stabile Dienstkontinuitätsprogramme für Microsoft Online Services. Diese Programme basieren auf den bewährten Vorgehensweisen in der Branche und ermöglichen es, abonnierte Dienste zügig wiederherzustellen.

Kann jeder Dienst im Fall eines Ausfalls wieder hergestellt werden?

Ja, alle Dienste verfügen über Redundanz und Ausfallsicherheit, um sicherzustellen, dass signifikante oder ernste Ausfälle minimiert werden.

Was ist ein Recovery Time Objective (RTO)?

Bei einem RTO handelt es sich um den Zeitraum, innerhalb dessen Systeme, Anwendungen oder Funktionen nach einem Ausfall wieder hergestellt werden müssen (z.B. innerhalb eines Arbeitstages). RTOs werden oft als Grundlage für die Entwicklung von Wiederherstellungsstrategien verwendet und dienen als Entscheidungsgrundlage dafür, ob die Wiederherstellungsstrategien im Fall eines Ausfalls zur Anwendung kommen sollen oder nicht.

Was ist ein Recovery Point Objective (RPO)?

Bei einem RPO handelt es sich um die maximale Datenmenge, die ein Unternehmen während eines Zwischenfalls verlieren darf.

Welche Art von Notfall-Übungen führt Microsoft für Microsoft Online Services durch?

 

Theoretische Übung - Die Teilnehmer prüfen und besprechen die Prozesse, Abläufe und Aufgaben, die sie im Notfall durchführen würden, ohne tatsächlich die Handlungen durchzuführen. Hierbei können die Benutzer prognostizieren, wie die Wiederherstellungslösung überprüft werden würde, und sicherstellen, dass der Inhalt ihres Plans umfassend und vollständig ist.
„Alternativer Standort"-Übung
- Teilnehmer führen die Prozesse und Aufgaben in einer kontrollierten Umgebung so aus, wie sie es im Fall eines Ausfalls täten. Bei dieser Übungsart wird die Lösung am alternativen Wiederherstellungsstandort geprüft und es wird festgestellt, ob der Dienst produktiv ist und wie geplant funktioniert.
„Geo-diverse"-Übung
- Die Teilnehmer führen die Prozesse und Aufgaben für eine Cloud-Wiederherstellungslösung oder eine Wiederherstellungslösung mit mehreren Standorten durch. Der Prüf- und Bestätigungsprozess ist derselbe wie oben, aber mit mehr Komplexität und Interaktion, weil er sich auf manuelle Interventionslösungen bezieht. Automatisierte Geo-diversity-Lösungen sind leichter zu prüfen und zu pflegen und erfordern weniger Arbeit.

 

Wie wird die Wiederherstellungslösung geprobt?

Alle Dienste durchlaufen einen Dreiphasenprozess mit den Phasen Vor der Übung, Während der Übung und Nach der Übung. Dies hilft sicherzustellen, dass der Umfang und das Szenario klar definiert sind, die Übung durchgeführt wird und Probleme bei Bedarf schnell identifiziert und durch Ergänzungen und Änderungen der Dokumentation und Lösung gelöst werden.
Interne Prüfungen finden regelmäßig statt, um die ordnungsgemäße Funktionsweise der Dienste sicherzustellen. Hierzu gehört, die Datenübertragung vom Haupt- an sekundäre bzw. geo-diverse Standorte sowie die Funktionalität von System und Dienst zu prüfen, und ferner festzustellen, ob die Lösung die derzeit angebotenen Fähigkeiten wiedergibt.

Hat der Kunde im Fall von BPOS Standard die Möglichkeit, an der Übung teilzunehmen?

Nein, aufgrund der Beschaffenheit der Produktiv- und Wiederherstellungsumgebung ist es nicht möglich, Übungen mit Kunden durchzuführen.

Wie werden Mängel behoben, die während einer Dienstkontinuitätsübung entdeckt wurden?

Nach jeder Prüfung aller Dienste wird eine Phase „Nach der Übung" durchgeführt, bei der alle Probleme identifiziert werden, die sich in Folge des Ereignisses ergeben haben. Die Lösungen und Zeiträume werden festgelegt, Eigentümer werden identifiziert und das Service Continuity Management Team steuert die Behebung der Probleme. Hierzu gehören u.U. die Aktualisierung der Dokumentation für die Kontinuitätsplane sowie Trainingsmaßnahmen oder Änderungen der Lösung selbst.

Gibt es Pläne für die Lösung?

Ja, jede Lösung verfügt über einen Wiederherstellungsplan und wird aktualisiert, wenn neue Funktionen eingeführt oder bedeutende Änderungen durchgeführt werden.

Unterscheidet sich das RTO- bzw. RPO-Dienstniveau von Kunde zu Kunde?

Nein. Alle RTOs und RPOs werden im Voraus für jeden Dienst festgelegt und gelten gleichermaßen für alle Kunden. Ziel ist, die Konsistenz der Methodik, der Lösungsarchitektur und der Skalierbarkeit sicherzustellen.

Ist der Wiederherstellungsstandort an ein anderes Strom- und Datennetzwerk angebunden als der Hauptstandort?

Ja. Alle Alternativstandorte befinden sich in anderen Regionen, um sicherzustellen, dass Ausfälle möglichst auf den Haupstandort begrenzt bleiben und den sekundären Standort nicht beeinflussen.


 

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